Michael Gumhold

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1

Untitled (giving head), 2012
Widder Schädel, Holz, Schrauben, Fußmaschine, Zugfedern, Lack
50 x 54 x 37 cm

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2

Untitled (flat tambourine logarythm manual, snare drum, hi hat + bottle top, floor tom / bottle top, Mikrofonspinne), 2012
tripods, wood, canvas, springs, paint, parts of drum kit, cooking pot + lid, crown caps, mirror folie, wood, recordplayer, varnish, book, aluminium, recording studio tripod, screws, cucumber
size variable

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3

Untitled (silver rig), 2012
Holz, Lack
27 x 26 x 420 cm

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4

Untitled (Microphonies), 2012
Acryl und Lack auf Holz, Zugfedern
120 x 145 x 7 cm

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5

Untitled (equipment, hands, instruments), 2011 - 2012
Acryl auf Plattencover
4 Sets á 12 Stück, je 31 x 31 x 2 cm

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6

Untitled (corridor), 2009
Musikkassetten, Kabelklemmen, Holz, Teppich
215 x 270 x 700 cm

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7

Untitled (Moonwalk - Dancefloor), 2009
Acryllack auf Holz, Schrauben
5,5 x 230 x 366 cm

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8

Untitled (The Sculpture Group # 6 feat. W. Benjamin), 2009
Sprungfedern, Acryllack auf Holz, Schrauben, Schreibmaschinentext auf Papier, Acrylglas
170 x 220 x 8,5 cm

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9

Untitled (The Sculpture Group-expanded #3), 2009
Acryl und Lack auf Holz, Sprungfedern
127 x 111 x 7 cm

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10

Untitled (Come on motherfucker), 2002 - 2009
Öl, Klebebuchstaben und Acryllack auf Leinwand
120 x 100 x 5 cm

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11

Untitled (Rotorelief), 2008
Zwei Plattenspieler, Holz, Lack, Aluminium, diverse Elektroteile, Zitrone
45 x 38 x 56 cm

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12

Untitled (flat tambourine #1), 2008
Kronkorken und Acryllack auf Holz, Sprungfedern
92 x 104 x 7 cm

Michael Gumhold

Das vielschichtige Referenzsystem des Künstlers Michael Gumhold (1978) macht vor keiner Ikone der Musik-, Kunst- oder Designgeschichte halt. Unbefangen greift er in die Schatzkiste unserer Erinnerungen und legt die Archive in unseren Köpfen frei. Er seziert, zerlegt, wiederholt, knüpft neue Verbindungen und legt die Fährten aus, auf denen wir ihm in sein semiotisch-visuelles Universum folgen. Gumhold knüpft Assoziationsketten von Zitaten, die jedoch nicht bloße Verweise bleiben, sondern Ausgangspunkte für ästhetische Neuformulierungen sind. Eine Verschiebung von Bedeutungsaspekten – wie von high zu low, vom originalen Unikat zur rekontextualisierten Kopie – hat hier durchaus Methode und ist beabsichtigt. Gumholds grobe Materialästhetik und expressiver Gestus sind direkt dem Ereignishaften der Musik und hier vor allem einer härteren Rockrichtung entlehnt. In seinen Rehearsal : Room-Installationen werden aus der Musik bekannte Apparaturen, wie Instrumente, Mikrophone oder Verstärker aus ihrem Funktionszusammenhang gelöst und finden ihre Existenz als Skulpturen im Zeichensystem Kunst wieder. Die Musik selbst bleibt zwar stumm, doch ihr revolutionäres Potential, ihre affektive Unmittelbarkeit und perfomative Kraft werden in die Situation der Ausstellung mit hinein transformiert.

Michael Gumholds Arbeiten waren u.a. in der Kunsthalle Exnergasse, Wien (2017), an der Akademie der Bildenden Künste, Wien (2016), Österreichische Galerie Belvedere, Wien (2016), Futuregarden, Wien (2016), Kunsthalle Graz (2015), Georg Kargl BOX, Wien (2012), Austrian Cultural Forum, London (2009), Neue Galerie am Landesmuseum Johanneum, Graz (2007), Cultur Centrum Wolkenstein (2001) zu sehen.