Matt Mullican

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1

That persons work with single bedsheets, 2007
Installation mit 26 Leintüchern
250 x 800 x 800 cm

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2

Combination of the Single Bedsheets-1, 2007
Mischtechnik auf Leintuch
246 x 165 cm

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3

Steam Machine, 1984
Ölstift auf Leinwand
182,5 x 122 cm

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4

Trance/Performance, Kunsthalle Zürich, 2004
Video, PAL, Sound, gelooped, 1 Sequenz: 69 min. 47 sec., Ed. 16 + 4 AP

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5

o.T. (gefärbte Schablonen unter grünem Licht), 2000
Mischtechnik
250 x 250 x 250 cm

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6

Vitrine next to the Subjects, 2007
Vitrine
180 x 120 x 80 cm

Matt Mullican

Matt Mullican wurde 1951 in Santa Monica, Kalifornien, geboren und studierte in den frühen siebziger Jahren am California Institute for the Arts. Sein international breit diskutiertes Werk entzieht sich weitgehend gängigen Kunstkategorisierungen und Zuordnungen. Seit Ende der 1970er Jahre beschäftigte er sich intensiv mit Performances unter Hypnose. Im Zustand der Trance vertritt Mullican seither jene andere Person, über die er als Figur in seinem Werk nachdenkt und so versucht, dem Verhältnis von künstlerischer Arbeit und Prozessen der Projektion auf die Spur zu kommen. Dabei geht es ihm nicht um einen subjektiven psychoanalytischen Prozess, sondern um typische Situationen, in welchen – innerhalb eines Kontexts bedeutungsvoller Symbole – gehandelt wird. In den 1980er Jahren stand die Entwicklung eines komplexen Zeichensystems im Zentrum von Mullicans Interesse, das den Anspruch einer umfassenden Kosmologie hatte. In Auseinandersetzung mit den uns alltäglich umgebenden Zeichen, Piktogrammen und Bildern, erweitert durch Produkte der Phantasie, generiert Mullican mittels Wiederholung, Kontextbildung und wechselseitigen Verweisen ein höchst komplexes persönliches Sprachsystem, mit dem er seine Kosmologie modellhaft zu erfassen versucht. Enzyklopädisch, utopisch, universell, kosmologisch sind nur einige Begriffe, die sich in diesem Zusammenhang aufdrängen. Seit den späten achtziger Jahren bedient er sich zur Entwicklung und Darstellung dieser "Cosmology" auch neuerer Technologien – wie Computer und Internet. Im virtuellen Medienraum entstehen dabei städteartige Ordnungssysteme als Modelle kognitiver Perzeption, bzw. als Modelle sich ändernder Sichtweisen auf unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen, die vom Künstler farblich symbolisiert werden.

Matt Mullicans Werke wurden in zahlreichen internationalen Kunstinstitutionen gezeigt, wie u.a. dem Kunstmuseum Winterthur (2016), The Hammer Museum UCLA (2014), Haus der Kunst, Munich (2011), Metropolitan Museum, New York (2009), auf der Biennale São Paulo (2008), im ICA Philadelphia (2008), im Centre Pompidou, Paris bzw. dem Haus der Kunst, München (2008), im MUSEION, Bozen (2006), im Museum Ludwig, Köln (2006) oder im Lentos Museum Linz (2005). In den Jahren 1982, 1992 und 1997 war er auf der Documenta in Kassel vertreten.