Erwin Thorn

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1

Von der Wiege ins Boot, 1970/1971
Acryl und Dispersion auf Leinwand
260 x 180 x 220 cm

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2

Wednesday morning at 5 o'clock, 1968/1969
Acryl und Dispersion auf Leinwand
190 x 178 x 41 cm

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3

o.T., 1967
Acryl auf Leinwand
184 x 142 x 24 cm

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4

Random Tune, 1964
Kreide auf Papier
76 x 54 cm

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5

o.T., 1964
Acryl auf Fieberglas und Polyester
86 x 86 cm

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6

Brennzeichnung, 1962
Feuerzeichnung auf Papier
76,5 x 64 cm

Erwin Thorn

In großen Rauminstallationen, biomorphen skulpturalen Bildern bzw. bildartigen Skulpturen, Collagen und Papierarbeiten untersucht Erwin Thorn (1930 – 2012) die Beziehungen von Sprache und visueller Kommunikation, insbesondere deren Konzepte bei der Vermittlung von Ereignissen. Rhythmus und Wellen, die auch an Schallwellen denken lassen und den klanghaften Aspekt von Sprache verdeutlichen, sind wichtiges Moment in Thorns konzeptuellen Arbeiten. Thorns Werk oszilliert zwischen klassischen Bildformaten und Objekten mit dem Charakter von Architekturen. Strukturen werden thematisiert, ebenso wie die Perspektive der Wahrnehmung und die Wirkung des Lichteinfalls auf die sich ergebende Textur. Die Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema der Bildbegrenzung durch Rahmungen wiederum führt Thorn zu diffizilen Manipulationen an der Verspannung der Leinwand an ihren Rändern. Erwin Thorns Werk lässt sich im Zusammenhang einer konzeptuellen Avant Garde der 1960er Jahre lesen. Punktuelle Verwandtschaften mit den visuellen Strategien eines Hans Bischofshausen und Parallelformen zur Arbeit der Künstler der Düsseldorfer ZERO Gruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker lassen sich ausmachen.