Henri Chopin -- Lutte Poétique

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Henri Chopin
Lutte Poétique
08/03/2019 - 13/04/2019

Eröffnung: 07/03/2019, 18:00 - 21:00 Uhr 

Henri Chopin (1922-2008) zählt zu den visionären Künstlern seiner Zeit. Er war nicht nur
ein bedeutender Künstler, sondern auch ein Mensch, die im kulturellen und politischen
Geschehen involviert war und die wichtigsten politischen und künstlerischen Ereignisse
des vergangenen Jahrhunderts miterlebt hat.

Sein Œuvre umfasst sowohl Konkrete und Soundpoesie, wie auch Skulpturen und
Bilder. Chopin versuchte stets, die menschliche Stimme in ihrer reinsten Form zu
zeigen. So nannte er sie auch "die rohe Urstimme der Menschheit“ und holte somit die
Materialbeschaffenheit der Sprache aufs Neue zurück, indem das Klangliche und
Anschauliche des Unsagbaren „affective communications“ auslöste. Dieses
Kommunizieren des Unsagbaren skizziert ein „Politikfeld des Affekts“, das der Allmacht
des Worts widersteht: „...one cannot continue with the allpowerful Word, the Word that
reigns over all.“, schreibt Henri Chopin in seinem Artikel Why I Am The Author of Sound
Poetry and Free Poetry.

In der heutigen Zeit, in der die neuen, vernetzten, öffentlichen Medien in ein Instrument
der Wortmanipulation verwandelt wurden und die Instabilität und Performativität des
Zeichens und dessen Bedeutung als Geisel des aktuellen „Streits um die Wahrheit“
gefangen wurde, scheint es unentbehrlich zu sein, Formen des Affekts hervorzurufen,
die in anderen Erlebnissen und Reflexionen über unser Dasein und Zusammenleben
münden. Die Reaktualisierung dieser kritischen, künstlerischen Form widersteht dem
regressiven Aspekt der Aktualität mit einer überlebenden Potentialität.